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Um die Bodenerosion einzudämmen und um ein optimales Klima
für das Gedeihen der Teebüsche zu bewahren, ist es dringend erforderlich,
dem Raubbau am Wald Einhalt zu gebieten und zu geordneten Formen der Waldwirtschaft
zurückzukehren. Die Teepflanzer des 19. Jahrhunderts beherzigten noch den
Zusammenhang von Wald und Teegarten. Beide bildeten eine Einheit und die Pflanzer
achteten streng auf die Erhaltung der umgebenden Wälder.
Der enge Zusammenhang von Wald und Teegarten wurde nach der Selbständigkeit
Indiens teilweise aufgelöst. Die Teeplantagen wurden staatliches Eigentum,
das verpachtet wurde, - jedoch oft ohne den urspünglich zugehörigen
Waldbesitz. Holz als billiger Brennstoff für die Armen, Holz als
Devisenquelle, Holz als Energielieferant für die Teeverarbeitung - die
Ausnutzung der Wälder kannte kaum Grenzen.
Erst seit einigen Jahren rücken die Umweltschäden zunehmend ins Bewußtsein.
Doch eine Veränderung im Umgang mit dem Wald kann nur erfolgen, wenn
- die Waldwirtschaft in ein ganzheitliches Bewirtschaftungskonzept integriert wird,
- die Bevölkerung ausreichend mit Brennholz und möglichst auch alternativen Energien wie Biogas aus der Aufbereitung organischer Abfälle (Kompostierung) versorgt wird,
- möglichst alle über den Nutzen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung aufgeklärt sind.
Anders als Bildungsprojekte, die politisch bei widerstreitenden Interessengruppen
nicht immer einfach durchzusetzen sind, steht die Wiederaufforstung nicht im
Brennpunkt der politschen Auseinandersetztungen und kann daher vergleichsweise
einfach in Kooperation mit den staatlichen Forstbehörden umgesetzt werden.
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